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Pferdegrippe

Die Pferdegrippe wird auch Pferdeinfluenza genannt und ist eine Tierseuche, die durch Influenza-A-Viren vom Subtyp A/H3N8 verursacht wird und seit mindestens 40 Jahren gelegentlich unter Pferden grassiert. Ein Übergang des Virus A/H3N8 auf den Menschen wurde bisher nicht nachgewiesen.

Symptome

Ähnlich wie die echte Grippe beim Menschen, äußert sich die Influenza bei Pferden zunächst durch Appetitlosigkeit und Apathie|apathisches Verhalten, später durch Nasen- und Augenausfluss sowie durch trockenen Husten und hohes Fieber.

Behandlung

Da auch die Influenza des Pferdes zum Beispiel beim Husten über die Luft verbreitet wird, ist die Absonderung erkrankter Tiere von den nicht infizierten Artgenossen empfehlenswert. Ferner können fiebersenkende Medikamente und Antibiotika angezeigt sein, um Folgeerkrankungen durch Bakterien|bakterielle Sekundärinfektionen zu vermeiden.

Übergang der Pferdegrippe auf Hunde

Ende September 2005 wurde von der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Science eine Studie an US-amerikanischen Hunden veröffentlicht, in der die Autoren ein Infektionskrankheit/epidemie.php">Epidemie|epidemisches Übergreifen der Pferdegrippe-Virus|Viren speziell auf Jagdhunde beschrieben. Bis dahin galten Hunde generell als weitgehend unempfindlich gegenüber Influenza-Viren.

Der erste bekannt gewordene Ausbruch von A/H3N8 trug sich im Januar 2004 nach einem Hunderennen in Florida zu, als 22 Greyhounds mit Atemwegserkrankungen auffällig wurden und 8 von ihnen an den Folgen der Virusinfektion verendeten. Das Erbgut der Viren wurde von den ''Centers for Disease Control and Prevention|CDC - Centers for Disease Control and Prevention'' genau analysiert, es stellte sich als zu 96 Prozent identisch mit bekannten A/H3N8-Stämmen heraus. Die CDC kamen zu dem Schluss, dass das komplette Virus den Sprung über die Artengrenze geschafft habe, also ohne zuvor sein Erbgut mit anderen Influenza-Viren ausgetauscht zu haben.

Nach diesem ersten Nachweis kam es zwischen Juni und August 2004 zu epidemischen Ausbrüchen der Krankheit nach weiteren 14 Hunderennen in sechs US-Bundesstaaten, im Jahr 2005 wurden allein zwischen Januar und Mai 20 Ausbrüche in 11 US-Bundesstaaten registriert. Außerdem ergab eine Stichprobe in Tierkliniken von New York und Florida, dass von 70 an Atemwegserkrankungen leidenden Hunden mehr als 50 mit A/H3N8 infiziert waren.

Auf Grundlage von archivierten Blutserum|Serum-Proben kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass das Virus spätestens im Jahr 2000 die Artengrenze übersprungen hatte und dass ? wegen der großen Ähnlichkeit aller analysierten Virus-Erbanlagen ? der Übergang von Pferden zu Hunden nur ein einziges Mal erfolgte. Danach habe er sich erfolgreich unmittelbar von Hund zu Hund ausgebreitet.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC befürchtet nun, dass die Influenzaviren womöglich auch auf die Besitzer der infizierten Hunde übergegangen sein könnten und plant daher, deren Blut auf diese Viren bzw. auf Antikörper gegen diese Viren zu untersuchen.

Die Erkrankung ist nicht zu verwechseln mit dem unter anderen durch das Parainfluenza-Virus 2 ausgelösten, weit verbreiteten Zwingerhusten-Komplex.

Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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