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Hypermenorrhoe

Hypermenorrhoe bezeichnet eine Form der Regeltypusstörung, die durch erhöhten Blutverlust während der Monatsblutung gekennzeichnet ist.

Definition

Eine Hypermenorrhoe liegt vor, wenn der Blutverlust pro Monatsblutung mehr als 150 ml beträgt. Man spricht dann auch von einer "überregelstarken" Blutung.

Ursachen

Die Ursachen der Hypermenorrhoe sind zu etwa 80 % organisch, zu etwa 15 % funktionell (ohne organische Ursache) und zu etwa 5 % extragenital zu finden.

An organischen Ursachen ist zunächst die Kontraktionsfähigkeit bzw. Kontraktionsstörung der Gebärmuttermuskulatur zu nennen. Wenn diese durch Myome, intramurale Endometriose, Uterushypoplasie oder entzündliche Prozesse herabgesetzt ist, oder eine regelrechte Kontraktion des Uterus durch ein Intrauterinpessar, Polypen oder Karzinome des Endometriums verhindert wird, kommt es zu einem verstärkten Blutverlust.

Hormonelle Störungen, wie etwa ein Gestagenmangel, können durch Auswirkungen auf die Gebärmutterschleimhaut eine verstärkte Blutung auslösen. An extragenitalen Ursachen wären zum Beispiel Gerinnungsanomalien und die Einnahme von Antikoagulantien zu nennen.

Komplikationen

Abgesehen von der beeinträchtigten Lebensqualität kann es durch eine länger fortbestehende Hypermenorrhoe zu einer Blutarmut (sekundäre Anämie) mit Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten) kommen.

Diagnostik

Die anamnestische Angabe des Tampon- und Vorlagenverbrauchs, das Ausmaß der Anämie und der Abgang von Blutkoageln sind Anhaltspunkte für die Schwere der Hypermenorrhoe. Durch eine gynäkologische Untersuchung mit Sonographie läßt sich in vielen Fällen die Ursache ermitteln.

Therapie

Bei organisch und extragenital verursachten Hypermenorrhoen muß eine kausale Therapie erfolgen. Dies ist bei schwächeren Hypermenorrhoen oft durch niedrigdosierte Hormongaben möglich. Bei starken Hypermenorrhoen reicht das therapeutische Spektrum von der hochdosierten Hormontherapie über GnrH-Analoga und Uterotonika bis hin zur fraktionierten Abrasio, wobei durch die Ausschabung der Gebärmutterschleimhaut nicht nur die Blutungsquelle entfernt und die Blutung dadurch gestoppt wird, sondern auch eine pathologisch-histologische Begutachtung möglich wird. In besonderen Fällen kommt auch die hysteroskopische oder thermische Endometriumablation in Frage.

Die Wahl des Behandlungsverfahrens wird stets individuell nach gynäkologischer Untersuchung und in Berücksichtigung des Alters und des Befundes getroffen.

Als Ultima Ratio kommt bei abgeschlossener Familienplanung und unbefriedigender konservativer Behandlung die Hysterektomie, die Gebärmutterentfernung, in Betracht.


Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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