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Präeklampsie

Die Präeklampsie (Spätgestose, EPH-Gestose) bezeichnet eine Hypertonie|hypertensive Erkrankung in der Schwangerschaft (''Schwangerschaftshypertonie''). Sie gilt als Vorstufe der Eklampsie und muss deshalb so früh wie möglich erkannt werden. Charakterisiert ist die Präeklampsie durch das Vorliegen eines erhöhten Blutdruck|Blutdrucks, einer Proteinurie (Eiweiß im Urin) und von Ödem|Ödemen (Wassereinlagerungen) bei einer schwangeren Frau. Aus diesen drei Leitsymptomen ergibt sich auch der heute nicht mehr gebräuchliche Name EPH-Gestose:
  • Edema (''engl.'') für die Ödeme
  • Proteinurie
  • Hypertension für den Bluthochdruck

Symptome

Neben den bereits genannten drei Leitsymptomen (Ödeme, Bluthochdruck und Proteinurie, s.o.) berichten die Betroffenen über Schwindel und Kopfschmerzen, Benommenheit, Sehstörungen wie Augenflimmern sowie Übelkeit und Erbrechen. Der Arzt kann eine Hyperreflexie (gesteigerte Reflexe) feststellen.

Zudem kommt es in 20% der Fälle zu einer Leberbeteiligung und damit einer Erhöhung der Leberwerte (Transaminase|Transaminasen, alkalische Phosphatasen und Bilirubin), welche Labor|laborchemisch nachgewiesen werden kann.

Epidemiologie

Eine Präeklampsie entwickelt sich in etwa fünf bis 10 Prozent aller Schwangerschaften. Häufiger betroffen sind junge, erstgebärende Mütter. Weitere Risikofaktoren sind Mehrlingsschwangerschaften, bestehender Bluthochdruck, Adipositas|Fettleibigkeit und Diabetes mellitus.

Ursachen

Die Ursachen für eine Präeklampsie sind zur Zeit nicht eindeutig geklärt. Diskutiert werden eine gestörte Implantation des Trophoblasten, die zu einer Fehlentwicklung der arteriellen Gefäße in der Plazenta führen. Auch Störungen im Prostaglandinstoffwechsel scheinen eine Rolle zu spielen. Bakterieller oder viraler Ursprung ist hingegen unwahrscheinlich.

Diagnostik

Bei Verdacht auf eine Präeklampsie - die schwangere Frau berichtet über Schwindel und Kopfschmerzen, Benommenheit, Sehstörungen, Übelkeit und Erbrechen (s.o.) - muss die Betroffene unbedingt ins Spital eingewiesen werden. Dort wird der Blutdruck gemessen und die Proteinurie quantifiziert; die Ödeme haben in letzter Zeit etwas an Bedeutung verloren, dennoch wird auch das Gewicht der Frau überwacht, um diese Wassereinlagerungen einschätzen zu können.

Von einer Präeklampsie spricht man, wenn zusätzlich zu den typischen subjektiven Empfindungen der Schwangeren ein Blutdruck von über 140/90 (resp. eine Steigerung um mehr als 30/15) und somit eine Hypertonie vorhanden ist und im Urin der letzten 24 Stunden mehr als 300mg Protein pro Liter gemessen und damit eine Proteinurie bestätigt ist.

Therapie

Da die Ursache der Erkrankung bisher unklar ist, ist derzeit nur eine symptomatische Behandlung möglich. Durch diese kann aber in den meisten Fällen eine Normalisierung erzielt werden.

In leichten Fällen genügen Bettruhe und die Überwachung des Blutdrucks, der im Urin ausgeschiedenen Eiweissmenge (Proteinurie) und des Gewichts. Der Blutdruck kann Medikament|medikamentös eingestellt werden, dabei werden alpha-Methyldopa, beta-Blocker oder aber auch Hydralazine verwendet. Diese Blutdruckeinstellung muss langsam und kontrolliert erfolgen.
Durch den Eiweissverlust über die Proteinurie muss genügend Protein|Eiweiss zugeführt werden; um den Verlust besser kontrollieren zu können erhalten die Patientinnen in der Regel einen Dauerkatheter.

In schweren Fällen muss mit dem Auftreten von Krampfanfall|Krampfanfällen gerechnet werden (-> Eklampsie). Zusätzlich zu obigen Massnahmen wirken Bettruhe in einem abgedunkelten, störungsfreien Raum sowie die Gabe von Beruhigungsmitteln wie Diazepam der Geburtshilfe/eklampsie.php">Eklampsie vorbeugend.

Nicht zu vergessen ist die regelmäßige Kontrolle der kindlichen Herzaktionen mit dem CTG|Cardiotokogramm (CTG). Im Extremfall ist eine vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft unumgänglich, um eine Eklampsie zu verhindern, welche sowohl für das Kind als auch die Mutter lebensgefährlich sein kann.

Verlauf

Als schwere Komplikationen der Präeklampsie können Eklampsie oder das HELLP-Syndrom auftreten. Durch gute Blutdrucksenkung im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge kann aber eine solche Verschlimmerung meist verhindert werden.

Prognose

Das Risiko einer Frühgeburt steigt mit dem Schweregrad der Präeklampsie. Deshalb ist die Kontrolle und allfällige Einstellung des Blutdrucks sowie die Messung des ausgeschiedenen Eiweisses im Urin im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge von grosser Bedeutung.

Die Symptome bilden sich nach der Entbindung (ob diese nun spontan oder forciert eintritt) zurück. Spätschäden am Kind sind heutzutage selten geworden, ein erhöhtes Präklampsierisiko bei erneuter Schwangerschaft konnte bisher nicht eindeutig gezeigt werden.

Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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